Nicht-tödliche Waffen

Über die Gefahren der „Nicht-tödlichen Waffen“

Wer heute beim Thema „Nicht-tödliche-Waffen“ nur an den Einsatz von Tränengas, Taser-Waffen oder anderen bekannten nichttödlichen Waffen denkt, der täuscht sich. Aus der Erfinderküche der Kriegswaffenproduzenten hat sich ein neues, viel effektiveres Waffensystem entwickelt, das zurzeit auf vielfältige Weise getestet wird. Im zivilen Bereich war es anfangs nur dafür gedacht, den Wasserwerfer oder den Gummiknüppel zu ersetzen, die ja meist unangenehme Bilder in die Medien bringen. Dann aber wurde diese Technologie quasi individualisiert – und lässt sich heute zunehmend gegen missliebige Einzelpersonen einsetzen. Das Verlockende dabei: Die neuartigen Mikrowellenwaffen sind unsichtbar und hinterlassen, richtig dosiert, kaum Spuren beim Opfer. In Kombination mit den radartechnischen Möglichkeiten, hinter Wände und Decken zu blicken und Personen passgenau in ihren Bewegungen zu erkennen, hat sich hier ein Druckmittel herauskristallisiert, das die bisher kaum erst realisierten Möglichkeiten der Personenkontrolle ergänzt - und eine leicht handhabbare Technik liefert, Menschen Schmerzen zuzufügen oder sie gar zu töten.

Nun wäre das alles nicht so schlimm, wenn diese Waffen in den Händen des Rechtsstaates blieben und streng kontrolliert würden. Ist dies aber in der globalisierten und multikulturellen Welt überhaupt möglich? Kann man heute eine klare Grenze zur organisierten Kriminalität (OK) oder zu den verschiedenartigsten Terrorgruppen ziehen? Und kann man den immer stärker werdenden Geheimdienstbereich, der gegen Terror und OK aufgebaut wird, heute noch von der rechtsstaatlichen Seite her kontrollieren? Kann sich hier nicht eine Nische für krankhaft narzisstische Personen bilden, die ihren latenten Sadismus ausleben wollen? Sind Polizei und Verfassungsschutz überhaupt dafür ausgerüstet und ausgebildet, mit dieser neuen Gefahr umzugehen?

Zu diesen offenen Fragen kommen noch andere hinzu, die man vorerst nur andenken kann:

  1. Wie leicht lassen sich mit diesem neuen Mix von Radar und Mikrowellenwaffen Sportereignisse durch Schädigungen von Sportlern beeinflussen? Die Wettmafia verfügt über enorme Geldmengen und könnte sich diese heute schon preiswerte Technologie locker leisten. Damit hätte sie eine innovative Ergänzung zu den bisher üblichen Bestechungen.

  2. Ist es nicht denkbar, dass kriminelle Gruppierungen, die mit Strahlenwaffen arbeiten, von Mitarbeitern wohlhabender, großer Unternehmen aus Industrie und der Finanzwirtschaft angeheuert werden, um einige ihrer Gegner auszuschalten, ohne dass es nachweisbar wäre?

  3. Wer Interesse an einer Wohnung hat oder eine solche „entmieten“ will, könnte seine Nachbarn leicht vergraulen. Und wenn er es nicht selbst machen will, weil er Skrupel hat, könnte er sich „Profis“ mieten. Wer über längere Zeit drangsaliert oder gar krank gemacht wird, der wird irgendwann gerne ausziehen. - Seit einigen Jahren scheint nämlich die Radarortung in Gebäuden perfektioniert worden zu sein und offensichtlich kann man beliebige Menschen innerhalb von Gebäuden orten und bestrahlen. (Nur die Ungeheuerlichkeit dieser Vorstellung hindert viele daran, sich gedanklich auf derartige Szenarien einzustellen. Aber wie oft schon wurde die moralische Integrität von Menschen überschätzt?)

  4. Menschen aus ausgeprägten (zuvor eher ländlichen) Ehre- und Rachekulturen könnten auf diese Technologie zurückgreifen und die rechtsstaatlich geprägte Zivilisation sukzessive unterwandern. Mit einer Mischung aus Druck- und Lockmitteln könnten sie ihre Anhängerschaft ausweiten. Geld, das über schwarze Kassen aus Drogengeschäften, Menschenschmuggel oder Frauenhandel angesammelt wird, ist wohl genügend vorhanden. (Vor allem seit dem Afghanistan-Krieg, der damit indirekt zur größten Selbstschädigung des Westens avanciert!)

  5. Denkbar wäre aber auch die Möglichkeit, dass obskure Wissenschaftler leicht verletzbare und verhetzbare Gruppen oder Einzelpersonen benutzen, um an Ihnen die Manipulierbarkeit von Menschen zu testen – und an den verschiedenartigen Opfern die sogenannte „Resilienz“, also die Widerstandsfähigkeit gegen Druckmittel der verschiedensten Art? Das wäre sogar medizinhistorisch „innovativ“, wenn man einmal die moralische Verwerflichkeit ausblendet.

  6. Wenn der Rechtsstaat zunehmend zur bloßen Kulisse wird, quasi ein Vorderbühne, hinter der ein anderes Spiel läuft, dann entwickelt sich zwangsläufig eine neue Kultur, in der diejenigen Vorteile haben, die sich am besten mit Vertrauensverlusten im öffentlichen Leben auskennen. Die Deutschen wären dann eher als Mitläufer zu werten und nicht hoch angesehen. (Sie wären auf Hilfe aus den gebildeten Kreisen in westlichen Geheimdiensten und von Zuwanderern angewiesen, die ebenfalls eine gewisse Bildung haben und sich gegen hemdsärmelige Neureiche in den eigenen ethnischen Gruppen durchsetzen müssten.)

  7. Was passiert, wenn eine der vielen klassischen Mafiaorganisationen sich politisiert und den Staat nicht nur zwecks Gewinnmaximierung infiltriert oder kapert, sondern auch rechtsstaatlich entmachtet und eine „gelenkte Demokratie“ errichtet. Diese nur noch formelle Demokratie hätte heute weit mehr Mittel, Angst zu verbreiten und attraktiv für eine Art Subproletariat zu werden, das auf einer einfachen Ebene klare Führung erwartet. (Und wären viele nicht dankbar, wenn ihnen endlich jemand mal sagt, was sie den ganzen Tag über tun und was sie denken sollten? Ohne eine gewisse Bildung sind doch viele mit einem „Marionetten“-Leben recht zufrieden.)

  8. Ist die Vorstellung sehr abwegig, dass die Aggressionen, die in den millionenfachen Nachbarschaftsstreits stecken, von geschickten Narzissten auf die Destabilisierung des demokratischen Rechtsstaates gelenkt werden? Es zeigt sich schon heute, dass Streits im Nah-Feld der Familie, bei zerstrittenen Pärchen oder bei verfeindeten Nachbarschaften plötzlich entschärft werden, wenn von außen ein im Grunde beliebiger „Feind“ als Opfer angeboten wird, auf den man seine Aggressionen werfen kann. Und dabei kann es vorkommen, dass aufgehetzte Stalker komplett unterschiedliche, sich widersprechende Vorgaben für Hass-Aktionen übernehmen. Aus der Bandbreite der „Gerüchteküche“ findet man endlos viele Vorlagen, die alle einen gewissen Reiz ausstrahlen:
    Von Antisemitismus, Philosemitismus, Links- oder Rechtsradikalismus, Ausländerfeindlichkeit, Ausländerfreundlichkeit, politisch korrekte, politisch unkorrekte Einstellungen, Frauenfeindlichkeit und Chauvinismus, die angebliche Beleidigung einer ethnischen Gruppe usw. usf. Könnte man mit all diesen Vorurteilen nicht mal ein wenig spielen?

  9. Und wie kann man den zunehmenden Spaß am verdeckten Stalken, der sich auf relativ harmlose Weise im Internet zeigt - und der mit dem Angebot der Radarortung und Mikrowellenbestrahlung noch gesteigert wird, wieder zurückdrängen? Wir leben in einer Spaßgesellschaft, in der man sich bei nachlassendem Reizangebot schnell langweilt. Fremde Menschen ohne Risiko zu quälen, hat einen enormen Reiz. Und das nicht nur bei der Anwendung von Radar und Mikrowellen. Und je länger dieses netzwerkartige Stalken einzelner Personen verbreitet wird und dennoch unentdeckt bleibt, desto mehr dürften sich die Beteiligten herausnehmen. Wo der Rechtsstaat zu schwach, unwissend oder korrumpierbar ist, springen eventuell milizartig organsierte „Wut-“ oder „Angstbürger“ in die Bresche, - ohne allerdings zu merken, dass sie sich und indirekt auch den Staat erpressbar machen. (Wer hätte das vor 20 oder 30 Jahren noch gedacht – und öffentlich ausgesprochen?)

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